Seit vielen Jahren bietet die reformierte Kirchgemeinde Schiers ein Kinder-Sommerlager im dafür perfekt ausgestatteten Lagerhaus in Trans/Domleschg an. Auch in diesem Jahr machten wir uns Ende Juli mit Bahn und Bus und das letzte Stück zu Fuss auf den Weg dorthin. In der Begrüssungsrunde lernten wir uns besser kennen und einigten uns darauf, für ein gutes Miteinander zu sorgen. Das klappte dann auch sehr gut. Geholfen hat da sicher das gute Essen und das trockene Wetter.. Vormittags hörten wir die Bibelgeschichte von Josef, in dessen Leben es Auf und Ab ging, wie bei uns ja auch. Ein spannendes Geländespiel, Basteln (da sind ganz coole T-Shirts entstanden..) und Schnitzeljagd waren die Fixpunkte an den Nachmittagen. Dazwischen wurde fleissig an den Fussball-Skills gearbeitet, oder auch Tischtennis gespielt, Gesellschaftsspiele ausprobiert und viele kleine Kunstwerke aus Speckstein gefeilt. An einem Abend haben wir einen Film geschaut, an den anderen gemeinsam gespielt und zum Tagesabschluss jeweils eine Geschichte gehört. Die ältesten Kinder wurden eines nachts geweckt, und durften sich mehr oder weniger gruseln, während sie von einer Mumie in den dunklen Lärchenwald geführt wurden. Dort tummelten sich weitere schräge Gestalten (die schliesslich als unsere JungleiterInnen erkannt wurden). Der letzte Abend war ein (oder auch das?) Highlight des Lagers. Mutige Kids zeigten ihre frisch einstudierten Tänze. Anschliessend machten sich die jüngeren Leiter mal richtig «zum Affen», indem sie auf der Bühne verschiedene lustige Aufgaben erfüllen mussten. So sahen und hörten wir Bauchtanz, Affenimitationen, Schlangenbeschwörungen und orientalischen Gesang (oder so ähnlich).
Mit diesen tollen Erlebnissen in Kopf und Herz, bewältigten wir dann auch das Packen und Aufräumen am letzten Tag, wanderten den Berg hinab und kamen nachmittags müde in Schiers an. Das Lagerlied klingt hoffentlich dann auch noch weiter: «Ja, heut ist voll mein Tag, Gott mit deiner Hilfe bin ich stark.»
Im 2027 findet das Sommerlager vom 26. bis 30. Juli statt – herzliche Einladung!
Ingrid Hansemann

